Geschichte der Kleingartenkolonie Nötelshöhe in Davenstedt

Schon 1689 war das Gelände der heutigen Kleingartenkolonie „Nötelshöhe“ im Besitz des Davenstedter Vollmeiers Nötel. Der verkaufte später das Gelände an einen gewissen Herrn Langner, der es als privates Grabeland verpachtete und 1955 an die Stadt Hannover verkaufte.

Am 20.10.1945 wurde der Kleingartenverein Fösse e.V. gegründet, die Kleingartenkolonie Nötelshöhe war bereits zu diesem Zeitpunkt Teil des Vereins.

1954 fand die erste protokollarisch festgehaltene Versammlung für die Pächter von Nötelshöhe statt. Als Wahlleiter fungierte der älteste Gartenfreund, Herr Witte. Als erster Kolonieleiter wurde Gartenfreund Möbius gewählt. Die Kolonie hatte damals 84 Gärten mit bis zu 1320 Quadratmeter Fläche.

1956 wurde bei der Stadt Hannover ein Antrag gestellt unsere Kolonie als Dauerkolonie zu führen. Die Stadt drängte darauf, das Wohnen in der Kolonie aus rechtlichen Gründen aufzugeben. Bis 1961 wohnten noch 8 Pächter mit insgesamt 27 Personen dauernd in den Lauben.

Über die Idee zum Bau eines Geräteschuppens für die Kolonie wurde 1958 diskutiert und der Bau eines Kolonieheims mitten in der Kolonie verworfen. Bis 1974 wird durch mehrere Umbauten aus dem Geräteschuppen ein ansehnliches Heim. Aus späteren Umlagen, 1982 zur Anschaffung von Tischen und Stühlen für das Heim wurde dann aus dem Geräteschuppen, unter Kolonieleiter Achim Böttcher, verstorben im April 2005, der heutige „Nöteltreff.

Die eigentliche große Sanierung der Kolonie kam dann 1974 als Planung der Stadt in Gang. Ziel der Stadt war, die Verkleinerung viel zu großer Gärten (so gab es Gärten mit über 1000 qm) und die Schaffung neuer Kleingärten. Aus den ehemals 84 Gärten wurden durch die Sanierung 110 Gärten, die heute jetzt in einer Größenordnung zwischen 430 – 450 Quadratmeter liegen. Neue Wege, auch Querwege wurden angelegt und einige ältere übergroße Lauben mussten abgerissen werden. Viele neue Gartenlauben wurden erbaut und die Gärten liebevoll angelegt. Dadurch hat die Kolonie ein neues Gesicht erhalten. Die Sanierung war 1976 abgeschlossen.

In die Sanierungsphase fiel auch 1974 die Gründung der „Stromgemeinschaft Nötelshöhe“. Im Jahre 1976 beginnt die Verstromung, unter Leitung von Gartenfreund Albert Döring, der Gärten. Bis dahin gab es einige Gärten, die über eine Freileitung versorgt wurden. 1978/79 war dann die „Neuverstromung“ abgeschlossen, die eine Verwüstung der Wege durch das Aufbuddeln und Verlegung der Kabel, in Gemeinschaftsarbeit, mit sich brachte.

Weitere Sanierungsmaßnahmen stellen den Bau verschiedener Brunnen dar. Nach der Gründung der „Wassergemeinschaft Nötelshöh“ 1991 beginnt noch einmal, die Verwüstung der Wege, denn es begann die Verlegung der Trinkwasserversorgung, wieder in Eigenarbeit unter Leitung von Gartenfreund Klaus Bode. Heute hat jeder Garten einen eigenen Wasseranschluss.

Als vorläufig wohl letzte Sanierungsmaßnahme wurde ein Abwasserkanal, auch in Eigenarbeit, 1994 vom „Nöteltreff“ zum städtischen Abwasserkanal am Kieselgrund gelegt.

Zwischendurch wurde auch mal in der Kolonie gefeiert, außer den jährlichen Gartenfesten und Frühschoppen, wurde 1960 das 40jährige, 1970 das 50jährige und 1975 das 75jährige Kolonie-Jubiläum gefeiert.

Ab 1999 wurden von unserer ehemaligen Fachberaterin A. Bosehans und dem 1. Schriftführer Klaus Nietzschmann Busfahrten organisiert. Die erste führte uns mit 2 Bussen zur Bundesgartenschau nach Magdeburg. Am 20.5.2000 ging es dann nach Bad Zwischenahn und zum neueröffneten Rhododendronpark in Rostrup. Im Juni 2001 fuhren wir zur Bundesgartenschau nach Potsdam, diesmal mit einer Übernachtung. Nachdem unsere Fachberaterin ihr Amt niedergelegt hatte übernahm Gartenfreund Günter Eng diese Aufgabe. Seine erste Tour führte uns dann 2002 in das Alte Land, 2003 ging es dann in das Lipperland und zum Hermanns-Denkmal, 2004 fuhren wir nach Hitzacker und 2005 ging es zum Dümmer See.

Unsere jährlichen Jahreshauptversammlungen bekamen auch ein neues Gesicht, denn am 14.1. 2000 wurde die Jahreshauptversammlung mit unseren Frauen und einem anschließenden Essen durchgeführt. Das gleiche Bild war es dann wieder 2001, 2002, 2003 und 2004, in diesen Jahren fanden keine bewirteten Laubenfeste statt.

Im Mai 2001 bekamen die Hauptwege unserer Kolonie Namen wie Igel-. Hasen-. Spatzen und Forsythienweg.

Quelle: 75 Jahrfeier der Kolonie Nötelshöhe